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univiva Redaktion
5 min Lesezeit

Praxisabgabeberatung für Ärzte: Unterstützung und Vermittlung

Am Ende des Arztlebens steht die Abgabe der Praxis an einen geeigneten Nachfolger an. Doch nicht nur der Praxisüberhang am Markt erschwert den Praxisverkauf. Eine Praxisabgabeberatung für Ärzte kann Sie beim Verkauf Ihrer Praxis unterstützen – und das schon früh im Prozess.

Erfahren Sie in unserem Überblick, welche Schwierigkeiten es bei der Praxisabgabe an einen Nachfolger zu meistern gilt und wie Sie den richtigen Berater als Begleiter in dieser aufregenden Zeit finden.

Die Praxisübergabe: Viele Fallstricke sind zu meistern

Wer seine Praxis am Ende des Arbeitslebens abgeben möchte, stößt schnell auf eine Reihe typischer Herausforderungen. Wir möchten Ihnen einen möglichst umfassenden Überblick über zu klärende Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Praxisverkauf geben.

Planungsbereich und Zulassungsausschuss

Zunächst ist wichtig zu wissen, ob sich Ihre Praxis im gesperrten oder im offenen Planungsbereich befindet. Wenn Sie eine Hausarztpraxis im ländlichen Bereich verkaufen möchten, ist der Kassenzugang für den Nachfolger meist nicht gesperrt. In Ballungszentren oder als Facharzt hingegen befinden Sie sich vermutlich im gesperrten Bereich.

Praxisabgabe im gesperrten Planungsbereich

Im gesperrten Planungsbereich können Sie Ihre Praxis nicht einfach selbst inserieren. Sie müssen beim Zulassungsausschuss Ihrer Kassenärztlichen Vereinigung zunächst einen Antrag auf Nachbesetzung stellen. Wird dieser positiv bescheinigt, wird die Praxis von der Kassenärztlichen Vereinigung ausgeschrieben und durch den Zulassungsausschuss ein Nachfolger bestimmt.

Praxisabgabe im offenen Planungsbereich

Im offenen Planungsbereich können Sie Ihre Praxis ohne Antragsverfahren selbst ausschreiben. Ihr Nachfolger stellt dann selbstständig einen Antrag auf Zulassung beim Ausschuss.

Abgabe an einen privilegierten Bewerber

Das durch den Zulassungsausschuss gesteuerte Abgabeverfahren hat einen großen Nachteil: Der dadurch gefundene Nachfolger könnte lediglich Ihre Kassenzulassung, nicht aber die Praxis übernehmen wollen. Um sich davor zu schützen, können Sie einen privilegierten Bewerber vorstellen. Dieser wird vom Ausschuss bevorzugt behandelt.

Ein privilegierter Bewerber kann laut GKV-Versorgungsstärkungsgesetz aus verschiedenen Personenkreisen stammen. Besonders in Betracht kommen Ehepartner, Kinder sowie seit mindestens drei Jahren in der Praxis tätige Angestellte oder Partner.

Anträge und Sitzungen des Zulassungsausschusses

Im gesperrten Planungsbereich sind mehrere Schritte beim Zulassungsausschuss nötig:

  • Antrag auf Nachbesetzung durch Sie
  • Ermittlung der Versorgungsnotwendigkeit durch den Ausschuss (entfällt mit privilegiertem Bewerber)
  • Zulassungsantrag des Nachfolgers
  • Sitzung des Ausschusses zur Entscheidung darüber
  • Antrag auf Zulassungsverzicht durch Sie

Dauer der Nachfolgersuche

Von vielen Ärzten wird der Zeitaufwand für die Praxisvermittlung unterschätzt. Nicht wenige niedergelassene Ärzte gehen die Praxisabgabe daher deutlich zu spät an.

Im ländlichen Raum sollten Sie mindestens fünf Jahre vor dem geplanten Ruhestand mit der Organisation des Praxisverkaufs beginnen. In Ballungszentren und Facharztpraxen rechnen Sie mit mindestens drei Jahren.

Vermarktung der Praxis

Die meisten Ärzte haben keine Probleme, Patienten zu finden und sind daher in Sachen Vermarktung nicht gut aufgestellt. Gerade auf junge Nachfolger macht das aber keinen guten Eindruck. Es lohnt daher, zur Vermarktung eine eigene Website oder eine Social-Media-Präsenz aufzubauen.

Betriebswirtschaftliche Bewertung der Praxis

Grundlage für die Einigung über eine Kaufsumme ist eine detaillierte betriebswirtschaftliche Analyse Ihrer Praxis. Laut Hausärzteverband Hamburg ist mangelnde Transparenz zur wirtschaftlichen Situation ein häufiges Problem bei der Praxisübergabe. Wenn Sie auf Nachfolgersuche gehen, sollten Sie aber darlegen können, was Ihre Praxis in Sachen Umsatz und Rendite zu bieten hat!

Attraktivität der Praxis

Auch die allgemeine Attraktivität der Praxis sollte vor der Nachfolgersuche Beachtung finden. Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen können helfen, die Nachfolgersuche einfacher zu gestalten und eine höhere Ablösesumme zu erreichen.

Neuregelung und Organisation vorhandener Verträge

Ein potenzieller Nachfolger muss viele laufende Verträge übernehmen. Sie sollten daher in Absprache mit ihm oder ihr frühzeitig beginnen, Verträge neu zu regeln oder zu kündigen.

Arbeitsverträge

Der wichtigste Punkt sind dabei die Arbeitsverträge mit Ihrem Personal. Grundsätzlich ist Ihr Nachfolger nicht berechtigt, Mitarbeitern nur aufgrund der Praxisübernahme zu kündigen.

Sprechen Sie dennoch frühzeitig mit Ihrem Personal und Ihrem Nachfolger über die Situation. In den letzten zwei bis drei Jahren vor der geplanten Übergabe sollten Sie keine unbefristeten Arbeitsverträge mit neuen Mitarbeitern mehr eingehen.

Mietvertrag

Lassen Sie sich rechtzeitig von Ihrem Vermieter, am besten schriftlich, zusichern, dass dieser dem Mietvertrag mit dem Nachfolger zustimmen wird.

Leasingverträge

Auch bei laufenden Leasingverträgen für medizinische Geräte oder EDV-Hardware ist rechtzeitig zu klären, ob und unter welchen Voraussetzungen der Nachfolger sie übernehmen kann und möchte.

Versicherungsverträge

Eine Praxis ist meist gegen verschiedene Risiken abgesichert. Hier ist ebenfalls zu klären, welche Verträge rechtzeitig zu kündigen sind und ob Verträge einfach übertragen werden können.

Patientenakten und ärztliche Schweigepflicht

Auch nach dem Praxisverkauf bleibt Ihre ärztliche Schweigepflicht intakt. Gleichzeitig muss die Praxis Patientenakten zehn Jahre aufbewahren. Es gilt daher, rechtzeitig ein geeignetes Management der Patientenakten zu etablieren.

Patienteninformation

Sie sollten Ihre Patienten, vor allem langjährige und regelmäßige Patienten, nicht mit Ihrer Entscheidung überrumpeln. Zudem sollte deren Einverständnis zur Einsicht des Nachfolgers in die Patientenakte frühzeitig eingeholt werden.

Einarbeitung des Nachfolgers

Sobald ein geeigneter Nachfolger feststeht, muss geklärt werden, wie die Einarbeitung ablaufen soll. Hier gibt es verschiedene Modelle. In jedem Fall muss ausreichend Zeit eingeplant werden, um dem Praxiskäufer die Praxisabläufe und den Patientenstamm übergeben zu können.

Gestaltung des Übergabevertrags

Der Übergabevertrag sollte rechtssicher und für beide Seiten zufriedenstellend gestaltet werden. Dieser Prozess kann ebenfalls Zeit in Anspruch nehmen.

So gestalten Sie den Praxisverkauf entspannt

Sie sehen: Beim Praxisverkauf und der Nachfolgersuche für Ihre Praxis kommen jede Menge Aufgaben auf Sie zu. Eine Praxisabgabeberatung für Ärzte steht Ihnen bei jedem Schritt dieses Prozesses vertrauensvoll zur Seite.

Wie eine Praxisabgabe exemplarisch ablaufen kann, zeigen wir Ihnen im Folgenden.

5 Jahre vorher: Beginnen Sie die Suche nach einem möglichen Käufer

Mindestens fünf Jahre vor Ihrem geplanten Ruhestand fangen Sie an, einen potenziellen Nachfolger für Ihre Praxis zu suchen. Im offenen Planungsbereich können Sie bereits jetzt in eine Praxisbörse inserieren. Allgemein aber bietet es sich zu diesem Zeitpunkt eher an, nach angestellten Ärzten Ausschau zu halten, die die Praxis später vielleicht übernehmen wollen würden.

Dazu ist es durchaus üblich, einen auf ein oder zwei Jahre befristeten Arbeitsvertrag zu gestalten, an dessen Ende der Arzt sich zu entscheiden hat, ob er die Nachfolge für die Praxis anstrebt.

Dieses Vorgehen hat verschiedene Vorteile. Unter anderem können Sie so dem Zulassungsausschuss später einen privilegierten Nachfolger präsentieren. Außerdem erhält der Arzt schon vor dem Kauf Einblick in die Praxisfinanzen und eine intensive Einarbeitung.

3 bis 5 Jahre vorher: Machen Sie Ihre Praxis attraktiv

Ebenfalls einige Jahre vor dem geplanten Ruhestand sollten Sie noch einmal investieren, um Ihre Praxis attraktiv für einen Käufer zu machen. Das kann die technische Ausstattung oder den Zustand des Gebäudes betreffen.

Hat Ihre Praxis betriebswirtschaftlich noch Luft nach oben, sollten Sie unbedingt zusammen mit einer qualifizierten Finanzberatung Steigerungspotenziale ausfindig machen und umsetzen.

Denken Sie daran: Die Ablösesumme für Ihre Praxis kann ein bedeutender Baustein Ihrer Altersvorsorge ein. Der Aufwand an diesem Punkt wird sich später bezahlt machen.

3 Jahre vorher: Stellen Sie den Antrag auf Nachbesetzung beim Zulassungsausschuss

Stellen Sie den Antrag auf Nachbesetzung beim zuständigen Zulassungsausschuss frühzeitig. Nach Annahme des Antrags wird Ihre Praxis in der Praxisbörse der Kassenärztlichen Vereinigung ausgeschrieben.

2 bis 3 Jahre vorher: Lassen Sie eine betriebswirtschaftliche Bewertung erstellen

Ungefähr zum selben Zeitpunkt lassen Sie vom Fachmann eine betriebswirtschaftliche Bewertung erstellen. Diese dient als Grundlage für die später zu vereinbarende Kaufsumme. Eventuell notwendige betriebswirtschaftliche Sanierungen und Verbesserungsmaßnahmen sollten zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen sein!

2 bis 3 Jahre vorher: Lassen Sie Vermarktungsmaterial erstellen

Auch wenn Sie keinen privilegierten Bewerber haben, wird der Zulassungsausschuss meist einen Bewerber bevorzugen, für den Sie sich aussprechen und der bereits erste Erfahrungen in Ihrer Praxis sammeln konnte. Schreiben Sie die Praxis daher in weitere Praxisbörsen ein. Lassen Sie unbedingt ein ansprechendes Exposé erstellen, das Sie interessierten Kollegen zukommen lassen können. So verbessern Sie Ihre Chancen auf einen würdigen Nachfolger.

1 Jahr vorher: Installieren Sie ein Zwei-Schranken-System

Etwa ein Jahr vor dem geplanten Praxisverkauf beginnen Sie Ihre Patienten darüber zu informieren, dass ein anderer Arzt in der Zukunft die Praxis übernehmen wird. Installieren Sie dann ein sogenanntes Zwei-Schranken-System für die Patientenakten.

Das bedeutet: Zunächst werden Patienten, die regelmäßig in die Praxis kommen, gebeten, Ihre Zustimmung zur Einsichtnahme des Nachfolgers in die Akten zu geben. Dafür müssen diese Sie von Ihrer Schweigepflicht entbinden.

Übernimmt Ihr Nachfolger später, kann er so auf alle wichtigen Patientenakten direkt zugreifen. Akten von Patienten, von denen zum Zeitpunkt der Übernahme keine Zustimmung vorliegt, werden in einem verschlossenen und für den Nachfolger nicht zugänglichen Schrank aufbewahrt. Das Management dieser Akten übergeben Sie Ihren vertrauten Mitarbeitern, die die Akten nach Zustimmung der Patienten für den neuen Arzt freigeben.

Im letzten Jahr: Gestalten Sie aktiv die Übergabe

Idealerweise sollten im letzten Jahr alle Verträge neu geregelt und andere organisatorische Angelegenheiten frühzeitig geklärt werden. In den letzten Monaten vor der Übergabe können Sie sich dann darauf konzentrieren, einen Übergabevertrag zu formulieren und Ihren Nachfolger einzuarbeiten.

Wie die Einarbeitung dabei abläuft, hängt auch davon ab, ob Ihr Nachfolger schon vorher als Partner oder Angestellter in der Praxis tätig war oder ob er neu in die Praxis eintritt. Hier gibt es nur individuelle Lösungen.

Was eine Praxisabgabeberatung für Ärzte leisten kann

Sobald Sie einen Zeitpunkt für Ihren eigenen Austritt fest definiert haben, sollten Sie die Hilfe einer Praxisabgabeberatung suchen. Diese steht Ihnen ab der Entscheidung zum Ruhestand bis zur finalen Übergabe Ihrer Praxis im gesamten Prozess zur Seite.

Ein Praxisabgabeberater wird Ihnen vor allem bei den folgenden Aufgaben unter die Arme greifen:

  • Erstellung eines Zeit- und Ablaufplans für die Übergabe
  • Analyse der rechtlichen Lage und laufender Verträge
  • Antragsmanagement beim Zulassungsausschuss
  • Ermittlung des Praxiswerts und der möglichen Verkaufssumme
  • Nachfolgersuche und Praxisvermittlung
  • Vermittlung zwischen Ihnen und Ihrem Nachfolger
  • Gestaltung des Übergabevertrags
  • Verkaufsabwicklung
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