• shield 100% objektiv und unabhängig
  • shield 100% kostenlose Beratung und Vermittlung
  • shield 100% DSGVO-konform
Steuerberatung

Praxissteuerung: Machen Sie Ihre Praxiseinnahmen nicht zum Einfallstor für den Betriebsprüfer

Anlässe für eine Betriebsprüfung gibt es genügend: etwa schwankende Einkünfte, eine Umstrukturierung oder ein Teilpraxisverkauf. Bietet der Praxisinhaber auf seiner Homepage auch umsatzsteuerpflichtige Leistungen an (z.B. kosmetisch motiviertes Bleaching), kann allein das schon Auslöser für eine Betriebsprüfung sein. Zudem kann eine Zahnarztpraxis auch schlicht nach dem Zufallsprinzip ausgewählt werden. Prinzipiell kann es jede Praxis treffen.

Prof. Dr. Johannes Georg Bischoff
4 min Lesezeit Aug. 2021
LinkedIn Facebook

Tablet-Laptop-Stift-Grafiken

Betriebsprüfer richten immer häufiger ihr Hauptaugenmerk auf die Frage, ob die Einnahmen vollständig erklärt worden sind. Im Vorfeld wird die Praxis online gescannt, um herauszufinden, über welche Einnahmequellen ein Zahnarzt überhaupt verfügt. Auch Statistiken aus der Abrechnungssoftware werden  zunehmend angefordert und intensiv unter die Lupe genommen. 

Die relevanten Daten aus der Buchhaltung und – soweit angefordert – auch aus der Praxissoftware sind dem Prüfer auf einem Datenträger zur Verfügung zu stellen. Für die digitale Betriebsprüfung setzen die Prüfer eine spezielle Software (IDEA) ein. Damit lassen sich durch Lückenanalysen, Stichprobentests und Zahlenvergleiche Auffälligkeiten mühelos aufspüren. 

Einmal fündig bzw. misstrauisch geworden, wird der Prüfer „tiefer graben“, um weitere Prüffelder zu identifizieren. Praxisinhaber sollten daher regelmäßig kontrollieren, ob es Abweichungen zwischen abgerechneten und gebuchten Leistungen gibt. Diese Frage kann das – idealerweise vom Steuerberater anschaulich präsentierte – Zahlenmaterial aus der Finanzbuchhaltung ganz leicht beantworten. Die folgende Grafik stellt die Praxiseinnahmen laut Finanzbuchhaltung den abgerechneten Leistungen gegenüber.

Grafik zur Entwicklung der PraxiseinnahmenDie abgerechneten Leistungen und die Praxiseinnahmen laut Buchhaltung weichen immer ab. Das liegt in der Natur der Sache. Denn in der Software wird erfasst, was an Leistungen abgerechnet worden ist und in der Buchhaltung, was Patienten oder die KZV überwiesen haben. Wichtig ist, dass etwaige Diskrepanzen zwischen abgerechneten und gebuchten Leistungen plausibel und nachvollziehbar sind. Bei Praxen mit einem stabilen Honorarniveau sollten die Unterschiede gering sein.Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie hinsichtlich Ihrer Praxiseinnahmen folgende Tipps beherzigen:

  • Achten Sie darauf, dass Ihre Praxissoftware Ihre Abrechnungen fortlaufend nummeriert. So ist die Vollständigkeit der Abrechnungen leicht zu prüfen

  • Dokumentieren Sie die Gründe für das Stornieren von Rechnungen zeitnah und nachvollziehbar – möglichst in der Praxissoftware. Oft von Vorteil: Stornierte Rechnungen mit Stornierungsbegründung in einem gesonderten Ordner ablegen.

  • Drucken Sie eine Liste der offenen Patientenrechnungen  zum Jahreswechsel aus, falls das eingesetzte Abrechnungsprogramm keine Möglichkeit bietet, nachträglich eine solche Liste zu erstellen.

  • Falls Sie Patienten  einen Teil des abgerechneten Honorars erlassen oder dieses uneinbringlich ist,  sollten Sie das dokumentieren und möglichst vom Patienten gegenzeichnen lassen.

Prof. Dr. Johannes Georg Bischoff

Prof. Dr. Bischoff & Partner

Prof. Dr. Johannes G. Bischoff ist Steuerberater und geschäftsführender Mehrheitsgesellschafter von Prof. Dr. Bischoff und Partner AG®, Steuerberatungsgesellschaft für Zahnärzte in Köln, Chemnitz und Berlin. Das Unternehmen betreut bundesweit mehr als 1.000 Zahnärzte in steuerlichen, rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Fragen. Prof. Bischoff lehrt Controlling an der Bergischen Universität Wuppertal und hat mit Studierenden das Steuerungsinstrument PraxisNavigation® entwickelt. Dabei handelt es sich um einen Bericht, der komplexe Fragestellungen der Praxis anhand leicht verständlicher Grafiken abbildet - eine zuverlässige Grundlage für unternehmerische Entscheidungen.

Univiva Angebote

Was brauchen Sie für Ihre Praxis?

Auf univiva erhalten Sie mit wenigen Klicks Angebote von geprüften und bewerteten Anbietern.

Jetzt Anbieter finden
check icon Kostenlos
check icon Objektiv
check icon Sicher

Unser Webinarangebot

Wissen rund um den Praxisalltag

Zum Webinarangebot
Steuerberatung

Praxissteuerung: Machen Sie Ihre Praxiseinnahmen nicht zum Einfallstor für den Betriebsprüfer

Anlässe für eine Betriebsprüfung gibt es genügend: etwa schwankende Einkünfte, eine Umstrukturierung oder ein Teilpraxisverkauf. Bietet der Praxisinhaber auf seiner Homepage auch umsatzsteuerpflichtige Leistungen an (z.B. kosmetisch motiviertes Bleaching), kann allein das schon Auslöser für eine Betriebsprüfung sein. Zudem kann eine Zahnarztpraxis auch schlicht nach dem Zufallsprinzip ausgewählt werden. Prinzipiell kann es jede Praxis treffen.

Prof. Dr. Johannes Georg Bischoff
4 min Lesezeit Aug. 2021
LinkedIn Facebook

Tablet-Laptop-Stift-Grafiken

Betriebsprüfer richten immer häufiger ihr Hauptaugenmerk auf die Frage, ob die Einnahmen vollständig erklärt worden sind. Im Vorfeld wird die Praxis online gescannt, um herauszufinden, über welche Einnahmequellen ein Zahnarzt überhaupt verfügt. Auch Statistiken aus der Abrechnungssoftware werden  zunehmend angefordert und intensiv unter die Lupe genommen. 

Die relevanten Daten aus der Buchhaltung und – soweit angefordert – auch aus der Praxissoftware sind dem Prüfer auf einem Datenträger zur Verfügung zu stellen. Für die digitale Betriebsprüfung setzen die Prüfer eine spezielle Software (IDEA) ein. Damit lassen sich durch Lückenanalysen, Stichprobentests und Zahlenvergleiche Auffälligkeiten mühelos aufspüren. 

Einmal fündig bzw. misstrauisch geworden, wird der Prüfer „tiefer graben“, um weitere Prüffelder zu identifizieren. Praxisinhaber sollten daher regelmäßig kontrollieren, ob es Abweichungen zwischen abgerechneten und gebuchten Leistungen gibt. Diese Frage kann das – idealerweise vom Steuerberater anschaulich präsentierte – Zahlenmaterial aus der Finanzbuchhaltung ganz leicht beantworten. Die folgende Grafik stellt die Praxiseinnahmen laut Finanzbuchhaltung den abgerechneten Leistungen gegenüber.

Grafik zur Entwicklung der PraxiseinnahmenDie abgerechneten Leistungen und die Praxiseinnahmen laut Buchhaltung weichen immer ab. Das liegt in der Natur der Sache. Denn in der Software wird erfasst, was an Leistungen abgerechnet worden ist und in der Buchhaltung, was Patienten oder die KZV überwiesen haben. Wichtig ist, dass etwaige Diskrepanzen zwischen abgerechneten und gebuchten Leistungen plausibel und nachvollziehbar sind. Bei Praxen mit einem stabilen Honorarniveau sollten die Unterschiede gering sein.Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie hinsichtlich Ihrer Praxiseinnahmen folgende Tipps beherzigen:

  • Achten Sie darauf, dass Ihre Praxissoftware Ihre Abrechnungen fortlaufend nummeriert. So ist die Vollständigkeit der Abrechnungen leicht zu prüfen

  • Dokumentieren Sie die Gründe für das Stornieren von Rechnungen zeitnah und nachvollziehbar – möglichst in der Praxissoftware. Oft von Vorteil: Stornierte Rechnungen mit Stornierungsbegründung in einem gesonderten Ordner ablegen.

  • Drucken Sie eine Liste der offenen Patientenrechnungen  zum Jahreswechsel aus, falls das eingesetzte Abrechnungsprogramm keine Möglichkeit bietet, nachträglich eine solche Liste zu erstellen.

  • Falls Sie Patienten  einen Teil des abgerechneten Honorars erlassen oder dieses uneinbringlich ist,  sollten Sie das dokumentieren und möglichst vom Patienten gegenzeichnen lassen.

Prof. Dr. Johannes Georg Bischoff

Prof. Dr. Bischoff & Partner

Prof. Dr. Johannes G. Bischoff ist Steuerberater und geschäftsführender Mehrheitsgesellschafter von Prof. Dr. Bischoff und Partner AG®, Steuerberatungsgesellschaft für Zahnärzte in Köln, Chemnitz und Berlin. Das Unternehmen betreut bundesweit mehr als 1.000 Zahnärzte in steuerlichen, rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Fragen. Prof. Bischoff lehrt Controlling an der Bergischen Universität Wuppertal und hat mit Studierenden das Steuerungsinstrument PraxisNavigation® entwickelt. Dabei handelt es sich um einen Bericht, der komplexe Fragestellungen der Praxis anhand leicht verständlicher Grafiken abbildet - eine zuverlässige Grundlage für unternehmerische Entscheidungen.

Univiva Angebote

Was brauchen Sie für Ihre Praxis?

Auf univiva erhalten Sie mit wenigen Klicks Angebote von geprüften und bewerteten Anbietern.

Jetzt Anbieter finden
check icon Kostenlos
check icon Objektiv
check icon Sicher

Unser Webinarangebot

Wissen rund um den Praxisalltag

Zum Webinarangebot